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Fries der Lebenden

work in progress

 

Eine Fotoinstallation an der Osterkirche in Kiel

Fotomontage zur Visualisierung der Projektidee mit ersten Probeaufnahmen

 

Die denkmalgeschützte Osterkirche liegt am vielbefahrenen Westring und bietet durch diesen Standort die Möglichkeit von zahlreichen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden. Eine erste temporäre Installation meiner großformatigen Portraits ugandischer Jugendlicher im Sommer 2015 bewirkte ungeahnte Aufmerksamkeit, die eines der Motive der hier vorgelegten Projektidee darstellt:

 

Geplant ist ein Fries von Ganzkörper-Portraits, die in ihrer Gesamtheit einen Reigen bilden. Die Abgebildeten werden in Tanzbewegungen fotografiert, die in ihren Körperhaltungen unterschiedliche Seelenzustände wie Anmut, Zorn, Demut, Trauer, Kraft, Bedürftigkeit, Begeisterung etc. ausdrücken. Zusätzlich wird bei der Auswahl der fotografierten Personen die größtmögliche Diversität im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Hautfarbe, sozialen Status etc. angestrebt. Damit sollen unterschiedliche Lebensentwürfe und -umstände der Menschen, die auf je ihre Weise im Kontakt mit der Kirche stehen, dargestellt werden.

 

Lebensgroße, ca 2,20 hohe Abbildungen werden in 3 bis 5 m breiten Segmenten auf wetterfester PVC-Plane gedruckt. Sie sollen umlaufend auf einer Länge von knapp 100 Metern an der ca. 12 m hohen Außenfassade der Kirche für die Dauer von voraussichtlich 3 bis 5 Jahren installiert werden. Offene Fragen betreffen die Befestigungstechnik, die genaue Höhe der Anbringung und die Berücksichtigung der Bronzeskulptur über dem Portal.

 

Kunstgeschichtliche Vorbilder bei der Entwicklung der Projektidee sind die Barlachskulpturen „Gemeinschaft der Heiligen“ an der Fassade der Lübecker Katharinenkirche, sein Fries der Lauschenden und der Lübecker Totentanz. Für die Präsentation an der Kirchenfassade ist der Bilderfries von Bernd und Hilla Becher im Emscherpark Duisburg-Nord eine Referenz.

 

 

 

bisher entstandene Portraits